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Mein Leitfaden mit 10 Fragen bei Verspannungen

Wenn Verspannungen im Körper sind

Das hier ist mein Leitfaden bei Verspannungen, denn das Leben darf leicht sein. Manchmal fühlt es sich aber nicht so an, oder? Dann habe ich das Gefühl, dass etwas Schweres auf mir lastet, und mein Körper ist verspannt. Es sind bei mir auch immer dieselben Körperregionen, die reagieren – egal, was mir im Außen gerade passiert. Es liegt also nicht an der Art des „Problems“, sondern an meiner Reaktion darauf, wie es mir geht. Meistens wird mein Bauch hart und die Schultern ziehen nach oben.

Je mehr ich versuche zu entspannen und die Verspannungen loszuwerden, desto mehr werden sie. Jeder Kampf gegen die Verspannungen verstärkt sie. Sie anzunehmen fällt mir dann aber doch nicht so leicht, wie es sich sagt.

Ich bin der festen Überzeugung, dass der Körper immer einen Grund hat, wenn er so viel Energie in Verspannungen steckt. Das macht er doch nicht einfach nur so! Meiner Erfahrung nach hängen Körper und Emotionen eng zusammen, und das Eine reagiert immer auf das Andere. Kennst du das, dass du Kopfschmerzen oder eine Erkältung bekommst, nachdem du sehr viel Stress hattest? Zufall? Ich glaube nicht.

„Geh du vor.“, sagte die Seele zum Körper. „Auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf dich.“ „Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben.“ sagte der Körper zur Seele.

Ulrich Schaffer

Wenn nicht das Ereignis diese Verspannungen macht, sondern sie von innen kommen, kann ich sie auch verändern, oder?

Meine 10 Fragen als Leitfaden bei Verspannungen

Dafür nehme ich mir Zeit und gehe offen und neugierig auf Entdeckertour. Ich setze mich so entspannt wie möglich hin, atme einige Male langsam ein und aus und spüre ganz tief in mich hinein. Nun stelle ich mir folgende Fragen, die ich möglichst ehrlich und ausführlich beantworte.

  1. Wie fühlt sich die Verspannung an? – Beschreibe sie möglichst genau und finde dafür passende Bilder.
  2. Welches Gefühl ist mit meinen Verspannungen verbunden? – Wut, Trauer, Hilflosigkeit…
  3. Welche Redewendung fällt mir zu dieser Verspannung ein? – (ohne nachzudenken; die erste, die dir einfällt, ist meistens die Passende) z.B. „Mir liegt etwas schwer im Magen.“
  4. Was fällt mir in meiner jetzigen Situation zu dieser Redewendung als erstes ein?
  5. Was wünsche ich mir und was kann ICH jetzt schon tun, um das zu erreichen? – Das können ganz kleine Dinge sein. Alles zählt und trägt dazu bei, mich nicht hilflos zu fühlen. Allein das entspannt oft schon. Auch hier achte auf den ersten Gedanken.
  6. Wie fühle ich mich in meinem Körper und mit mir selbst?
  7. Wie möchte ich mich fühlen? – Stelle dir so intensiv wie möglich vor, wie es sich anfühlen würde.
  8. Wann und in welcher Situation fühle ich mich in meinem Körper tatsächlich so wohl und entspannt?
  9. Mit welchen Personen fühle ich mich in meinem Körper wohl und entspannt?
  10. Was würde mir JETZT gut tun? – Nimm es wahr – und dann tu es.

Wenn ich merke, dass ich mit meinen Gedanken abdrifte, unruhig werde oder mir plötzlich einfällt, dass ich unbedingt noch XY machen müsste, zeigt mir das, dass ich auf der richtigen Fährte bin und nur versuche, der Wahrheit auszuweichen. Hier ist es gut, dranzubleiben und mit offener Haltung und voller Neugier die Antwort abzuwarten. Manchmal kommen mir dann Erinnerungen an frühere Erlebnisse oder auch bestimmte Sätze, eine Liedzeile o.ä. in den Sinn. Diese sind oft sehr gute Wegweiser.

Noch ein Tipp: Um nicht gedanklich abzuschweifen und dich intensiv mit den Fragen auseinanderzusetzen, schreibe sie dir auf und beantworte sie schriftlich. Du wirst merken, dass das eine ganz andere, intensivere Wirkung hat.

Wenn plötzlich Dinge klar werden, entspannt sich auch der Körper. Es kommt etwas im Körper in Bewegung. Das kann sich tatsächlich so anfühlen, als wenn die Verspannung wandert. Vielleicht verändert sie sich auch und fühlt sich anders an. Möglicherweise spürst du sie nicht mehr als Stein im Magen, sondern als etwas weniger Festes oder Starres.

Hat dich dieser Leitfaden mit den Fragen bei Verspannungen inspiriert? Teile deine Ideen gerne in den Kommentaren.

Ich freue mich auf den Austausch mit dir und wünsche dir einen entspannten Tag,

Deine Melanie

P.S.: Dieser Leitfaden ist kein Mittel zur Diagnostik und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er baut auf meinen Erfahrungen auf und ersetzt keinen Arztbesuch.

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